Edelstein lexikon
Warum sie auf Edelsteine als Wertanlage setzen sollten?
Schmuck und Edelsteine als Wertanlage: eine lohnende Investition
Bei dem Begriff "Edelstein" denken die meisten sofort an Diamanten. Der Grund, warum Farbedelsteine jedoch weitaus interessantere Objekte sind, ist einfach erklärt: Hochwertige Farbedelsteine sind sehr selten, garantieren Werterhalt und verhelfen ihren Besitzern somit oft zu weit höheren Wertsteigerungen, als mit Diamanten je erzielt werden können. Wie bei allen Anlagen gibt es auch bei Edelsteinen konservative und spekulative Strategien.
Zu den konservativen Edelsteinen gehören vor allem die drei Klassiker Rubin, Saphir und Smaragd. Jeder kennt sie, jeder liebt sie und gemeinsam machen sie nach wie vor wertmäßig den bei weitem größten Teil des weltweiten Handels mit Farbsteinen aus. Unbehandelte Rubine, Smaragde, Saphire und Farbdiamanten sind die Königsklasse der Edelsteine. Das gilt sowohl für Schmuckliebhaber als auch für Anleger. Ähnlich wie bei Kunst, Wein oder Oldtimern handelt sich um ein Sachwertinvestment.
Spekulative Edelsteine (um bei der oben vorgenommenen Unterscheidung konservativ/spekulativ zu bleiben), sind allerdings für Investoren hochinteressant. In den letzten 25 Jahren sind etliche Farbedelsteine von wenig bekannten Exoten, für die nur geringe Nachfrage unter Liebhabern bestand, zu gesuchten Schmucksteinen avanciert. Beispiele für derartige Steine sind Farbdiamanten, Turmalin, Tansanit, Tsavolith Granat (auch Tsavorit genannt), Mandarin Granat, rosa/roter Spinell und rosa Saphir.
Aufgrund ihrer Wertbeständigkeit bieten Edelsteine und Schmuck einen soliden Schutz vor Inflation. Für viele Experten stellen sie sogar eine klassische Krisenwährung dar. Anders als beispielsweise Anleihen, Immobilien oder Aktien werfen sie zwar keine laufenden Erträge ab, trotzdem zahlt sich das Investment aus. Der Grund liegt auf der Hand: Die Wertzuwächse sind in der Regel sehr konstant, bei hochfeinen Qualitäten waren die Wertzuwächse in den letzten Jahren teilweise enorm.
Die Vorteile Ihrer Wertanlage
Es gibt allerdings noch weitere Argumente, die für eine Investition in Schmuck und farbige Edelsteine sprechen. Zum einen bringen Schmuckstücke und Steine im Wert von zum Teil mehreren hundertausend Euro, nur wenige Gramm auf die Waage und sind dadurch leichter zu transportieren als beispielsweise ein Goldbarren mit einem Gewicht von einem Kilogramm. Zum Anderen spricht für Edelsteine, dass generell weltweit nur geringe Vorkommen existieren und es nur noch wenige Minen gibt, die überhaupt hochwertige Edelsteine abbauen.
So investieren Sie in kostbaren Schmuck und in wertvolle Edelsteine
Zwei Faktoren sind ganz wichtig, wenn Sie sich für Schmuck und Edelsteine als Wertanlage interessieren. Zum einen muss der Schmuck natürlich echt sein, denn mit einfachem Modeschmuck werden Sie keine Gewinne erzielen können. Zum anderen müssen die Edelsteine von hoher Qualität sein. Hohe Qualität bedeutet in diesem Fall: Die Steine müssen in den vier Kriterien Gewicht, Reinheit, Schliff und Farbe sozusagen Bestnoten erreichen.
Wenn Sie sich für Produkte von AQUABLU entscheiden, werden beide Voraussetzungen bereits erfüllt. Sie erhalten von uns qualitativ sehr anspruchsvollen Echtschmuck, der in puncto Verarbeitung, Design und Materialien keine Wünsche offenlässt. Auch unsere Edelsteine bestechen durch eine außerordentlich hohe Qualität, die selbst Experten überzeugt. Wichtig ist auch, dass Sie sich als Anleger bei Edelsteinen für möglichst standardisierte Schliffe entscheiden, da seltene oder gar minderwertige Schliffvarianten nur sehr schwer verkäuflich sind. Auch unter diesem Aspekt sind Sie bei AQUABLU auf der sicheren Seite, denn unsere Edelsteine zeichnen sich durch die klassischen Schliffe aus und das in einer meisterhaften Qualität.
Qualität zahlt sich auf Dauer immer aus
Edelsteine mit einer sehr hohen Karatzahl haben schon heute einen immensen Zeitwert. In Verbindung mit kostbaren Ketten, Ringen oder Ohrschmuck steigt dieser Wert ebenfalls an. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass sich die Nachfrage unter Sammlern und Liebhabern auch in Zukunft auf einem hohen Niveau bewegen wird. Für Sie als Anleger ist dies natürlich eine erfreuliche und positive Entwicklung.
Als Wertanlage eignen sich übrigens nicht nur außergewöhnliche oder extravagante Kreationen: Auch eine eher schlichte Kette oder ein klassischer Ring wird später immer einen Abnehmer finden. Achten Sie jedoch darauf, dass der Echtschmuck einen möglichst hohen Gehalt an Edelmetall vorweist.
Etwa 4700 verschiedene Mineralien gibt es auf der Welt, allerdings sind bei weitem nicht alle geeignet, um zu Edelsteinschmuck verarbeitet zu werden. Nur aus einem Bruchteil können überhaupt Edelsteine geschliffen werden und nur ca. 10% des Rohmaterials dieser Minerale besitzen überhaupt eine geeignete Qualität, um tatsächlich in ein Schmuckstück gefasst zu werden.
Wir von AQUABLU haben uns ausschließlich auf die edelsten Steine speziallisiert, welche wir ihnen nachfolgend näher beschreiben.
Farbdiamant - Rubin - Saphir - Smaragd - Turmalin - Tansanit - Spinell
FARBDIAMANTEN
Im Vergleich zu weissen Diamanten sind farbige Diamanten – sogenannte Fancy Diamonds – etwas ganz besonderes und weitaus seltener anzutreffen. Daher gelten farbige Diamanten als die teuersten Steine der Welt und haben in den vergangenen Jahren stark an Popularität gewonnen. Die Nachfrage nach ihnen steigt stetig. Die meisten Diamanten die gefunden werden sind farblos bis gelblich. Neben 10.000 farblosen Diamanten wird in der Regel nur ein farbiger Diamant gefunden. Jeder der traumhaften Fancy Diamonds ist ein vollkommen einzigartiges Wunder der Natur. Sie sind so außergewöhnlich, das es die meisten von ihnen nur ein einziges mal auf der Welt gibt. Jeder Stein ist ein Unikat und keiner gleicht dem anderen, auch wenn sie bei Farbe, Schliff, Reinheit oder Gewicht identische Parameter aufweisen Jährlich werden nur wenige tausend Karat farbige Diamanten gefunden – im Gegensatz zu Millionen von Karat farbloser und weißer Diamanten.
Die Preise, die für Fancys gezahlt werden, lassen herkömmliche Diamanten wie Kieselsteine wirken. Auf Platz 1 der Liste ist ein rosa Diamant anzutreffen. Im April 2017 bot Sotheby's den Pink Star einen Fancy Vivid Pink-Diamant im facettenreichen Ovalschliff von 59,60 ct in Hongkong an, wo für 63,3 Millionen Euro ein neuer Besitzer gefunden wurde. Ein Preis, der Weltrekord bedeutet. Jedoch nicht was den Preis pro Karat betrifft. Die Rekordsumme wurde gezahlt, weil eine solche Intensität und Reinheit der Farbe nur äußerst selten anzutreffen sind.
faint - very light – light - fancy light - fancy- fancy intense – vivid – deep - dark
Das wohl wichtigste Qualitätskriterium eines Fancy Diamonds ist seine Farbe. Hierbei spielen sowohl der Farbton selbst als auch die Farbintensität des Diamanten eine entscheidende Rolle. Der Farbton bezeichnet hierbei die vorherrschende Farbe, die jedoch noch über mehrere Untertöne verfügen kann. So ist ein Diamant in Bluish Green ein grüner Diamant mit blauem Oberton. Je höher die Farbintensität und seine Leuchtkraft, desto hochwertiger ist der Diamant. Bereits minimale Unterschiede in der Farbintensität zweier Diamanten können große preisliche Unterschiede zur Folge haben. Eine ebenmäßige Farbverteilung ist für die Schönheit eines Fancy Diamonds ebenso wesentlich verantwortlich. Zur Farbbenennung findet ein vom GIA – dem Gemological Institute of America – ausgefeiltes System Anwendung. Dabei wird sowohl die Intensität (von Fancy über Fancy Intense bis hin zu Fancy Deep und Fancy Vivid) als auch der Farbton beachtet und angegeben. Beispiele sind hierbei Fancy Intense Yellow, Fancy Deep Brown oder Fancy Vivid Purplish Pink.
Diamanten mit einer schwächeren Farbintensität wie faint, very light, light (sowie die sog. gelben gelblich getönten Diamanten der Cape-Reihe, d.h., den gelb getönten Diamanten aus dem unteren Bereich der Farbskala für farblose Diamanten) kommen häufiger vor als Diamanten mit intensiverer Farbintensitäten wie fancy, fancy intense, vivid und deep. „Vivid“ bedeutet „leuchtend“ und ist die wertvollste aller Farbintensitäten und entsprechend begehrt. Ihr mengenmässiges Vorkommen im gesamten Bereich der farbigen Diamanten soll nur 6% betragen.
Da Fancy Diamonds äußerst selten sind und ihre natürlichen Ressourcen an hochwertigen Exemplaren in schönen und intensiven Farben limitiert sind, werden sie auf Auktionen regelmäßig zu Rekordpreisen versteigert. Seit über 20 Jahren ist bei farbigen Diamanten ein kontinuierlicher Wertzuwachs zu verzeichnen. Fancy Diamonds eignen sich deshalb auch perfekt zur Wertanlage. Seit ihrer Entdeckung ist der Wert von farbigen Diamanten noch nie gesunken.
Durch die absolute Seltenheit von Farbdiamanten ist es oft sehr schwierig, einen farbigen Diamanten in einer spezifischen Farbe und in einer bestimmten Form (und ggf. noch mit einer höheren Reinheit) zu finden. Aus diesem Grunde sind hochwertige und sehr seltene fancy Diamanten nicht nur eine Augenweide, sondern auch regelrechte Anlageobjekte, die größere Wertsteigerungen erwarten lassen.
RUBIN
Der Rubin gehört – zusammen mit Diamant, Smaragd und Blauem Saphir – zu den „Großen 4“ der Edelsteine. Er ist bekannt für sein warmes, kräftiges und einzigartiges Rot. Sein Name leitet sich vom lateinischen Begriff „ruber“ ab, der für die Farbe Rot steht. In Anlehnung an den begehrenswerten Edelstein ist für eine intensive, tiefrote Farbe der Name Rubinrot gebräuchlich. Die Farbpalette, in welcher ein Rubin auftreten kann, umfasst allerdings noch weitere Nuancen, die über orange oder pinke Untertöne verfügen können – am wertvollsten ist allerdings das Taubenblutrot mit einem leichten Blauschimmer.
Der Geschichte zufolge verkörpert der Rubin Leidenschaft, Liebe und Romantik. So sahen die alten Inder in ihm ein unvergängliches inneres Feuer, das ein langes Leben verleihen könne. Während man im Mittelalter glaubte, dass Rubine Glück im Spiel bringen sollten und dass sie – wie auch viele andere Edelsteine – vorhersagende Kräfte besäßen. Angeblich verdunkelten sie ihre Farbe, wenn Unheil bevorstand.
Der Rubin ist einer der teuersten und seltensten Edelsteine – viel seltener als der Diamant. Insbesondere die reinen Rottöne sind nur sehr begrenzt erhältlich und somit sehr besonders. Ein optisches Phänomen, das man bei einem Rubin beobachten kann, ist der sogenannte Pleochroismus. Darunter versteht man es, wenn ein Edelstein in seiner Farbgebung in Abhängigkeit davon variiert, aus welcher Blickrichtung man ihn ansieht. So ist auch der Rubin nur zu etwa achtzig Prozent rein rot und weist einen sekundären Ton ins Orange, Pink oder Violett auf. Die für einen Rubin typische farbliche Bandbreite reicht somit von einem Gelbrot bis zu einem Tiefrot.
Große Rubine sind extrem selten und nur sehr begrenzt verfügbar. Aus diesem Grund lässt das Karatgewicht seinen Preis exponentiell in die Höhe schnellen. Der Preis eines 10-karätigen Rubins ist normalerweise 100-mal höher als der eines Einkaräters.
SAPHIR
Wenn man den Namen Saphir hört, denkt man zuerst an einen tiefblauen Edelstein. Tatsächlich sind Saphire besonders begehrt, wenn sie über einen lebendigen, mittelhellen blauen Farbton ohne Grauschleier verfügen, der an das wunderschöne Aussehen von Kornblumen erinnert. Daneben gibt es den Edelstein aber auch noch in nahezu allen anderen Farben, ausgenommen ist lediglich die Farbe Rot. Das liegt daran, dass Saphire und Rubine beide zur Gruppe der Korunde gehören, wobei die roten Varietäten als Rubin und alle andersfarbigen als Saphir bezeichnet werden.
Sehr exklusiv ist der Edelstein in der gelbrosa Farbe von Lotusblüten – in der Fachsprache wird er mit dem indischen Wort für diese Blume, Padparadscha, bezeichnet. Eine charakteristische Eigenschaft von einem Saphir ist der Pleochroismus, der sich dadurch äußert, dass der Edelstein von verschiedenen Richtungen aus im Auge des Betrachters unterschiedliche Farben annimmt. So kann das Aussehen von einem blauen Saphir zwischen einem reinen Blauton und einem Grünblau variieren.
Sri Lanka ist dafür bekannt, dass dort schon seit der Antike Saphire gefunden werden, die durch ihre ausgesprochen schöne blauviolette Farbe auffallen. Ein Saphir, bei welchem ein sechsstrahliger Lichtstern (Asterismus) zu sehen ist oder der durch einen schmalen hellen Lichtstreifen an das im Dunkeln funkelnde Auge einer Katze erinnert (Chatoyance), ist eine Besonderheit, die ebenfalls in Sri Lanka zu finden ist. Die Fundstätten der hochwertigsten dieser Edelsteine in Kornblumenblau befanden sich in der indischen Region Kashmir und noch heute ist der Begriff Kashmir-Saphir ein Synonym für höchste Qualität. Ein von dort stammender Saphir ist heute allerdings eine Rarität, da die Vorkommen längst ausgebeutet sind.
Große Saphire sind extrem selten und nur sehr begrenzt verfügbar. Aus diesem Grund lässt das Karatgewicht Ihres Edelsteins dessen Wert exponentiell in die Höhe schnellen. Der Preis eines 10-karätigen Saphirs ist normalerweise 20-mal höher als der eines Einkaräters.
SMARAGD
Das faszinierendste an einem Smaragd ist seine wunderschöne grüne Farbe, für die sich sogar die eigene Farbbezeichnung Smaragdgrün durchgesetzt hat und aufgrund welcher der Edelstein zum Geburtsstein für den Monat Mai auserwählt wurde.
Die Farbgebung ist das wichtigste Kriterium für den Wert eines Smaragds, wobei das höchste Ansehen hier ein sehr intensives und lebendig wirkendes Grün ohne Grauschleier in einer mittleren Farbhelligkeit genießt. Als die farblich schönsten Smaragde gelten jene aus Kolumbien, bei welchen dieses Grün am deutlichsten ausgeprägt ist. Brasilien ist ebenso ein bedeutender Herkunftsort für Smaragde von guter Qualität, auch wenn diese in der Regel ein bisschen heller sind als die kolumbianischen. Ein charakteristisches Merkmal von einem Smaragd ist sein Pleochroismus, der sich dadurch äußert, dass der Edelstein verschiedene Farben annimmt, je nachdem aus welcher Richtung man auf ihn blickt.
Der Smaragd blickt auf eine lange Geschichte zurück. In Ägypten wurden Smaragdminen, die möglicherweise bereits 3.500 Jahre v. Chr. existierten, erst im Jahr 1816 von dem französischen Mineralogen und Forschungsreisenden Frédéric Cailliaud wiederentdeckt. Diese Bergwerke in der östlichen Wüstenregion versorgten Europa wohl mehr als tausend Jahre lang mit den kostbaren Mineralen. Aber auch die Habachtal-Region im österreichischen Bundesland Salzburg brachte den ein oder anderen Smaragd hervor und auch der Fund römischen Ohrschmucks ließ darauf schließen, dass Smaragde in der Mingora-Mine in Pakistans Swat-Tal gefunden wurde.
Der Smaragd, der wie der Aquamarin zur Mineralfamilie Beryll gehört, war schon zur Zeit der ägyptischen Pharaonen ein beliebtes Statussymbol. Bereits Kleopatra wusste den Edelstein mit der einzigartigen Farbe zu schätzen. Sie trug üppigen Smaragdschmuck, verzierte ihre Dekoration mit ihnen und verschenkte Smaragde, in die ihr Abbild eingeschliffen wurde, an Würdenträger ihres Reiches. Somit hatten die Edelsteine eine große Bedeutung für die Ägypter – sie waren nicht nur hübsch anzusehen, sondern zudem patriotische Symbole zum Ausdruck des nationalen Stolz’. Aus diesem Grund erklärte Kleopatra den beeindruckenden Edelstein in ihrem Land um 47 v. Chr. zu ihrem Eigentum. Seitdem werden Smaragde immer wieder mit Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit, Verjüngung und ewigem Frühling in Verbindung gebracht.
Neben den Einschlüssen ist eine weitere charakteristische Eigenschaft des Smaragds seine einzigartige Brillanz. Seidig, warm, weich oder grünes Feuer – so wird das Leuchten dieses Edelsteins oftmals beschrieben und maßgeblich durch Farbe, Reinheit und Schliff beeinflusst. Insbesondere die Qualität des Schliffs ist beim Smaragd von besonderer Bedeutung, da die mit bloßem Auge sichtbaren Einschlüsse des Smaragds so platziert werden können, dass die Schönheit des Edelsteins nicht beeinträchtigt wird.
Große Smaragde sind extrem selten. Aus diesem Grund lässt das Karatgewicht Ihres Edelsteins dessen Wert exponentiell in die Höhe schnellen. Der Preis eines 10-karätigen Smaragds ist normalerweise 50-mal höher als der eines Einkaräters.
TURMALIN
Turmaline gehören zur Turmalin-Gruppe, einer Gruppe von Mineralen der Silikate. Der Name des Edelsteins stammt aus dem Singhalesischen. Das Wort turamali bedeutet „Stein mit gemischten Farben“. Diesem Namen entsprechend, existieren die Edelsteine der Turmalin-Gruppe in den unterschiedlichsten Farben.
Den Turmalin gibt es in mehr als 50 verschiedenen Farbnuancen – angefangen bei farblos über rosa, rot, gelb, braun, grün, blau bis hin zu schwarz. Letztere sind jedoch oftmals Edelsteine von sehr hoher Farbsättigung und einem besonders dunklen Grün, Blau oder Braun. Die Kristalle vereinen meist unterschiedliche Töne oder verschiedene Farben in sich, einfarbige sind hingegen recht selten. Es gibt sowohl durchscheinende als auch undurchsichtige Turmaline. Besonders beliebt sind unter den vielen verschiedenen Varianten des Turmalins die Edelsteine Grüner Turmalin (Verdelith) und Roter oder Rosa Turmalin (Rubellith).
Früher vermutete man, der Turmalin könne aus sich selbst heraus leuchten. Heute weiß man, dass der sogenannte Pleochroismus (Mehrfarbigkeit), der charakteristisch für diese Edelsteine ist, zu dieser Annahme geführt hat. Das bedeutet, dass der Stein je nach Blickrichtung in einer anderen Farbe oder unterschiedlich intensiv schimmert. Turmalin-Katzenauge gibt es in verschiedenen Farben. Der Lichtstreifen ist jedoch nur bei den grünen und rosa Varietäten richtig scharf. Grund dafür sind fasrige Einschlüsse fremder Kristalle oder dünne Hohlkanäle.
Von Experten wird ein Grüner Turmalin „Verdelith“ genannt. Verde steht für die grüne Farbe des Edelsteins in allen Nuancen. Ein solcher grüner Edelstein kann von der Seite dunkelbraun aussehen. Viele Turmaline werden dunkler, wenn man sie von der Spitze her betrachtet. Der grünen Variation wird nachgesagt, dass er geduldig macht. Des Weiteren soll er die Offenheit und das Interesse gegenüber Mitmenschen fördern. Der einzigartige Stein soll außerdem helfen, bei schwierigen Entscheidungen den Überblick zu behalten. Durch sein Strahlen bringt er Lebensfreude und Klarheit.
Der Grüne Turmalin gehört zu den bedeutendsten Heilsteinen überhaupt – er soll heilende Wirkung auf Psyche, Seele und Körper haben.
Turmaline sind zwar schon seit der Antike im Mittelmeerraum bekannt, erst im Jahr 1703 brachten Holländer sie jedoch nach West- und Mitteleuropa. Die oftmals mehrfarbigen, strahlenden Edelsteine bezeichneten sie mit dem singhalesischen Wort turamali – „Stein mit gemischten Farben“. Eine alte ägyptische Legende besagt, dass der Turmalin auf dem Weg aus dem Erdinneren über einen Regenbogen gewandert sein muss und dort seine Farbe aufgenommen habe. Daher stammt auch seine bis heute gebräuchliche Bezeichnung „Edelstein des Himmels“. Weil der Stein in vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen und Farben vorkommt, wurde er früher häufig mit anderen Edelsteinen verwechselt.
Der Turmalin ist fast auf der ganzen Welt zu finden. In Europa beispielsweise auf Elba (Italien) und im Tessin (Schweiz), hier jedoch eher unbedeutende Mengen und Qualitäten. Der bedeutendste und größte Turmalin-Lieferant ist Brasilien. Besonders begehrt ist der Paraiba-Turmalin aus dem gleichnamigen brasilianischen Bundesstaat. Die Turmalin Edelsteine mit der unvergleichlichen intensiv blauen und blaugrünen Farbe wurden erst Ende der 80er Jahre in einer Miene im brasilianischen Staat Paraiba entdeckt. Auch in Afrika stößt man mittlerweile auf immer mehr Turmalin Lagerstätten.
Besonders schöne Exemplare des Turmalin Edelsteins finden in hochwertigem Schmuck Verwendung. Außerdem erhalten jährlich die Besten im Fußball eine Turmalin-Auszeichnung. Zum Beispiel ist die Meisterschale der deutschen Fußballbundesliga mit 21 Turmalinen besetzt. Auch der DFB Pokal wird von Turmalin Edelsteinen geschmückt. Der Turmalin ist das erste Kristall, bei dem der pyroelektrische Effekt beobachtet wurde. Aufgrund dieser besonderen elektrischen Eigenschaften wird er auch in der Elektronik genutzt.
TANSANIT
Der Tansanit – eine blaue Varietät des Minerals Zoisit – ist einer der bestverkauften Farbedelsteine aller Zeiten. Grund hierfür sind wohl seine einzigartigen blauen Farbtöne – je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall erscheint die Farbgebung blau, purpurfarben oder braun-gelb. Sein Farbspektrum reicht somit von tiefem Saphirblau über Blauviolett bis zu sanftem Lavendel und Lila. Der überaus begehrte Edelstein ist eintausend Mal seltener als ein Diamant und ist somit eine äußerst wertvolle Besonderheit.
Auf eine ausgesprochen lange Geschichte kann der Tansanit noch nicht verweisen – schließlich wurde er erst im Jahre 1967 entdeckt. Doch woher kommt der Tansanit? Weltweit gibt es nur eine einzige, wenige Quadratkilometer große Region, die ihn in bester Edelstein-Qualität liefert: nahe des Grenzgebietes zwischen Kenia und Tansania am Fuße des Kilimandscharo, unweit der Stadt Arusha. Somit ist auch die Frage beantwortet, woher der Name dieses Edelsteins stammt – eine kreative Abwandlung seines Herkunftslands Tansania. Zwar ist inzwischen auch eine pakistanische Lagerstätte bekannt, allerdings erreichen die dort gefunden Edelsteine bei Weitem nicht die hohe Qualität von jenen aus Tansania.
Die schönsten Tansanite (engl. tanzanite) erstrahlen in einem Saphirblau, das im Kunstlicht zum Violett von Amthysten tendiert. Ein besonderes Phänomen der Tansanite ist ihr sogenannter Pleochroismus bzw. Trichroismus, was bedeutet, dass jedes Tansanit-Kristall drei Farben aufweist: Blau, ein purpurnes Rot und ein grünlich-gelbes Braun (Bronze), wobei die Intensität der einzelnen Farben vom jeweiligen Blickwinkel abhängt. Je größer der Tansanit, umso intensiver ist seine Farbe. Die begehrteste Farbgebung ist ein von einem leichten Hauch von Purpur umspieltes Blau. Kleinere Edelsteine weisen noch häufig bräunliche Untertöne auf – deswegen werden die meisten Rohsteine der Tansanite einer Hitzebehandlung unterzogen, die oft auftretende braun-gelbe Partien in den Kristallen verschwinden lässt. Bei 550 Grad Celsius schlägt dieser Farbton nämlich in Blau um – ein handelsübliches Verfahren, das allerdings einschlussfreie Rohsteine erfordert. Gerade deswegen eignen sich Tansanite sehr gut für diese Behandlung. Sie sind in der Regel augenrein, d.h. es sind keine sichtbaren Einschlüsse bei Betrachtung mit bloßem Auge zu sehen. Der hohe Grad an Transparenz und das Fehlen von Einschlüssen betonen die prächtigen Farben des Tansanits und sind daher Markenzeichen dieses Farbedelsteins. Auch ist ein leichter Farbwechseleffekt zu beobachten, denn bei Tageslicht ist ein hochwertiger Tansanit ultramarin- bis saphirblau, in Kunstlicht jedoch eher amethystfarben.
Die bereits erwähnte, außerordentlich hohe Transparenz trägt wesentlich zur großen Beliebtheit des Tansanits bei und kommt insbesondere in einer facettierten Schliffform am eindrucksvollsten zur Geltung. Prinzipiell ist dieser Edelstein in einer großen Auswahl an verschiedenen Schliffen erhältlich – der Oval- und Cushionschliff ist aber in der Welt des Tansanits am meisten verbreitet.
SPINELL
Über den Ursprung des Namens Spinell besteht Uneinigkeit, da die Bezeichnung sowohl aus dem Lateinischen wie auch aus dem Altgriechischen stammen kann. Bei der lateinischen Wortherkunft wird sich auf die Vokabel spina berufen, die mit Dorn übersetzt wird. Der Grund für die Namensgebung. Die spitzen Spinellkristalle, die an scharfe Dornen erinnern. Das Altgriechische spínnos wiederum wird mit Glanz oder glänzend übersetzt und bezieht sich auf den Glanz des Minerals.
Obwohl der Edelrote Spinell im Jahr 1587 als eigene Edelsteinspezies anerkannt wurde und seit 1783 wissenschaftlich vom Rubin zu unterscheiden ist, wurde er noch bis zum 19. Jahrhundert mit dem Rubin verwechselt.
Spinelle kommen in einer Fülle von Farben wie Blau, Orange, Pink, Lila und eben Rot vor. Gelegentlich werden auch Farbwechsel-Varietäten gefunden, die ihre Farbe von einem hellen Graublau bei Tageslicht zu einem hellen Lila unter Kerzenlicht wandeln. Beim Spinell sind sehr satte, reine Rottöne mit einer guten Transparenz der Richtwert. Spinelle sind beständige Edelsteine und perfekt geeignet für jede Art von Schmuck, und werden meistens im Kissen-, Oval- oder Rundschliff facettiert. Wegen ihrer Einzelbrechung, ihrer oft hervorragenden Transparenz und der reinen Farbtöne wirken Spinelle gewöhnlich reiner und heller als der Korund. Der Spinell ist zudem immer vollkommen natürlich und unbehandelt, was ihn noch besonderer macht.
Zu den bekanntesten Varietäten zählen der Blaue Spinell, der Rote Spinell und der Pinkfarbene Spinell. Weitere Spinell-Varietäten mit historischen oder neuen Präfixen sind Almandin-Spinell (violett), Balas-Rubin , Kobaltblauer Spinell (ähnelt feinen Saphiren und erhält seine Farbe durch Cobalt), Flammen-Spinell (orange-rot), Gahnit (grünliche oder bläuliche, zinkreiche Varietät), Edelroter Spinell (rubinrot) und Rubicell (gelb bis orange).
Zu seinen Hauptquellen gehören Myanmar (Mogok) Madagaskar, Sri Lanka, Tadschikistan, Tansania und Vietnam. Bedeutende Lagerstätten liegen in der Region Mahenge im südzentralen Tansania (einem Kalkplateau berühmt für seine feinen Spinelle), in Tundura im entlegenen Südosten Tansanias und in Zentralvietnam in der Region Luc Yen.
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